Samstag, 20.10.2007
brothers fdm im Fichtehaus
Eigentlich ist das ja ein Konzertsaal, aber es fühlt sich an wie ein etwas überdimensionales Wohnzimmer: Stehlampen in verschiedenen Größen und Formen tauchen den Raum in gemütliche Wärme, am hinteren Ende ist nicht mehr bestuhlt, sondern es stehen Sofas bereit, und wo noch Platz ist, steht eine Blumenvase mit roten Rosen. Die Zuhörer machen es sich mit einem Glas Rotwein und ein bisschen Käse bequem, und dann geht es los.
“Daua-dgk-du-donga … daua-dgk-du-donga …”
Die brothers from different mothers sind eine Tübinger Band und beschreiben ihren Musikstil als “jazz pop funk soul voice & more”. Schlagzeug, Bass, Rhodes, E- und A-Gitarre sowie Gesang (der eben manchmal auch die Percussion übernimmt) bringen entspannte Klangwelten zum Leben, und es ist einfach begeisternd, wie gut die Jungs zusammenspielen. Das ist ein Lied, nicht fünf Tongeber, und es sitzt jeder Break so lässig, als würden sie sich eigentlich hier gerade nur zufällig treffen, um ein bisschen (mit Hilfe ihrer Instrumente) zu plaudern.
Ich selber bin ja kein so großer Jazz-Fan (im weitesten Sinne), aber das war ein klasse Konzert. Mein Favorit war denn auch ein Lied mit slawischem Einschlag, das mit einer kroatischen Hirtengeige begann, und im Grunde eine Rocknummer war, wenn auch mit jazziger Besetzung. Empfehlenswert!
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