Freitag, 26.10.2007
Fahrradweg
Die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten ist meistens eine Gerade. Das ist z. B. dann ärgerlich, wenn selbige Gerade eine vierspurige Schnellstraße ist, wie etwa die Durlacher Allee, die Durlach mit der Innenstadt von Karlsruhe verbindet. Es gibt zwar einen Fahrradweg, aber der ist direkt an der Seite, sodass es nicht wirklich viel Spass macht, dort entlang zu fahren.
Es gibt aber eine hervorragenden Alternative: Wenn man unter dem Durlacher Bahnhof durch den Bahnhofstunnel hindurch fährt, kommt man durch die Untermühlsiedlung über eine Brücke über die Autobahn und landet dann auf recht wenig befahrenen Straßen erst im Gewerbegebiet und dann in der Oststadt. So ist die Uni (in meinem Fall die Informatik-Fakultät) sehr viel angenehmer auf dem Rad zu erreichen, und wenn man den Weg erstmal weiß, dauert es insgesamt auch nicht länger als mit der Straßenbahn.
Samstag, 20.10.2007
brothers fdm im Fichtehaus
Eigentlich ist das ja ein Konzertsaal, aber es fühlt sich an wie ein etwas überdimensionales Wohnzimmer: Stehlampen in verschiedenen Größen und Formen tauchen den Raum in gemütliche Wärme, am hinteren Ende ist nicht mehr bestuhlt, sondern es stehen Sofas bereit, und wo noch Platz ist, steht eine Blumenvase mit roten Rosen. Die Zuhörer machen es sich mit einem Glas Rotwein und ein bisschen Käse bequem, und dann geht es los.
“Daua-dgk-du-donga … daua-dgk-du-donga …”
Die brothers from different mothers sind eine Tübinger Band und beschreiben ihren Musikstil als “jazz pop funk soul voice & more”. Schlagzeug, Bass, Rhodes, E- und A-Gitarre sowie Gesang (der eben manchmal auch die Percussion übernimmt) bringen entspannte Klangwelten zum Leben, und es ist einfach begeisternd, wie gut die Jungs zusammenspielen. Das ist ein Lied, nicht fünf Tongeber, und es sitzt jeder Break so lässig, als würden sie sich eigentlich hier gerade nur zufällig treffen, um ein bisschen (mit Hilfe ihrer Instrumente) zu plaudern.
Ich selber bin ja kein so großer Jazz-Fan (im weitesten Sinne), aber das war ein klasse Konzert. Mein Favorit war denn auch ein Lied mit slawischem Einschlag, das mit einer kroatischen Hirtengeige begann, und im Grunde eine Rocknummer war, wenn auch mit jazziger Besetzung. Empfehlenswert!
Samstag, 13.10.2007
Küche bestellt
Das örtliche Küchenstudio (hoch leben Fachgeschäfte) hat mir ein sehr ordentliches Angebot gemacht, und so hatte ich heute einen Termin, um die Details zu besprechen, und habe meine künftige Küche bestellt. Ich freue mich darauf, die Skizze (rechts im Bild gestrichelt: der Kühlschrank) dann in etwa einem Monat in echt auszuprobieren.
Dienstag, 09.10.2007
Auf Schlüsselsuche
Die Prozedur, um eine Codekarte (für die Haustür) und einen Schlüssel (für die Zimmertür) an der Informatik-Fakultät zu erhalten, läuft wie folgt:
- Man füllt zwei Formulare mit Name und Anschrift aus. Die Sekretärin macht einen Stempel darauf und unterschreibt.
- Mit diesen beiden Formularen muss man zur Verwaltungsstelle der Fakultät. Diese hat aber nur dienstags und donnerstags zwischen 10 und 12 Uhr geöffnet.
- Dort wird das Formular für die Codekarte behalten, und man stellt fest, dass dieses System ohnehin in “den nächsten paar Wochen” umgestellt wird, sodass die Zugangsberechtigung über die allgemeine Universitätskarte FriCard (für Fridericiana, obwohl die Uni diesen Namen eigentlich seit ein paar Jahren gar nicht mehr führt, wenn ich das richtig verstanden habe) abgewickelt wird, ebenso wie das Bezahlen in der Mensa und das Ausleihen in der Uni-Bibliothek (nicht jedoch in der Fakultäts-Bibliothek, dort braucht man einen eigenen Ausweis!). Auch gut, das Gebäude ist ohnehin von 7 bis 21:30 offen, das genügt selbst Frühaufstehern wie mir, selbst wenn das mit der Umstellung doch noch etwas länger dauern sollte *hust*.
- Auf das andere Formular (für den Schlüssel) bekommt man von der Fakultäts-Verwaltung einen weiteren Stempel und Unterschrift, sie machen sich anschließend eine Kopie davon.
- Mit dem nun zweifach unterschriebenen Formular geht man zur zentralen Schlüssel-Ausgabestelle der Uni-Verwaltung, das ist einmal quer über den Campus, die dankenswerterweise täglich sowohl vor- als auch nachmittags geöffnet hat. Dort bekommt man dann tatsächlich den Schlüssel.
- Dass das Schloss klemmt, und man im ersten Moment denkt, der hart erkämpfte Schlüssel passe nicht, ist trotz umfangreichen Verwaltungsaufwands leider nicht zu verhindern…
Sonntag, 07.10.2007
Herbstspaziergänge

Streuobstwiesen.
Das schöne Herbstwetter lädt zum Spazierengehen ein, und so habe ich gestern und heute nachmittag meine ersten paar Wege hinterm Haus Richtung Berg und Wald erkundet. Zwei, drei Eindrücke davon zeigen die die Photos.
Mittwoch, 03.10.2007
EuroPVM/MPI 2007 in Paris
Anlässlich der EuroPVM-Konferenz, wo wir erfolgreich einen Beitrag im Zusammenhang mit meiner Diplomarbeit eingereicht hatten, waren Christian und ich ein paar Tage in Paris. Das Konferenzprogramm hat die Tage ziemlich ausgefüllt, sodass zum Stadtbummel und Sightseeing nur wenig Zeit blieb – entsprechend wenige Photos habe ich mitgebracht. Hier abgebildet ist die Sichtachse vom Grande Arche im Stadtteil La Défense, wo unser Hotel war, die bis zum Triumphbogen reicht. Ansonsten fehlt in diesem Stadtteil nicht mehr viel, um sich wie in einem Cyberpunk-Film zu fühlen: Riesige Glas/Stahl/Beton-Wolkenkratzer, Autos und U-Bahn in den Untergrund verbannt, auf großen Plätzen ergießen sich Menschenmassen in verschiedene Richtungen… es fehlen eigentlich nur die Lautsprecher, die unverständliche Ansagen machen, Kameras sind auch schon vorhanden.



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