Sonntag, 13.03.2005
Besuch in Kitee

Mämmi-Reste.
Heute waren wir in Kitee, einem kleinen Nest etwa 60 km von Joensuu, zu Besuch im Gottesdienst, weil Leute aus der Gemeinde etwas über Immigranten- und Missionsarbeit vorstellen, und dazu ein paar echte Ausländer mitbringen wollten. Außerdem sollten wir gleichzeitig auch noch zur Musik beitragen. Das Ganze geriet ziemlich chaotisch, weil vorher nicht so genau klar war, wer nun eigentlich mitkommt und wer nicht; schlussendlich waren die Musiker dann eine Sängern, ich selbst und keine Gitarre, weil Philippe zwar versprochen hatte, uns seine Akustik-Gitarre zu leihen, es aber dann doch vergessen hat. Glücklicherweise war die Kirche in Kitee gut ausgestattet, und wir durften deren Western-Gitarre leihen, die auch gut zu spielen war, solange man unterhalb des 10. Bundes blieb – danach ging das Geschnarre und Verstimme los.
Aber egal, es hat alles soweit ganz gut geklappt. Nach dem Gottesdienst wurden wir zu einem Imbiss eingeladen, und ich hatte die Gelegenheit, eine sehr eigene finnische Spezialität kennenzulernen: Mämmi. Auf dem Bild sieht man nur noch die Reste, denn das Zeug schmeckt ziemlich lecker (süßlich, schwer zu beschreiben), auch wenn es irgendwie gar nicht danach aussieht – eine dunkelbraune klebrige Masse… hergestellt aus Roggenmehl und Malz oder so ähnlich, es ist wohl ziemlich kompliziert (Sini meinte, “das machen auch meine Großeltern nicht selber, sondern kaufen es im Laden.”), eine vor-österliche Speise.
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