Sonntag, 31.10.2004
Sommerzeit hin

Sonnenaufgang.
Heute nacht wurde auf normale Winterzeit umgestellt. Hervorragend. Ich finde es wesentlich angenehmer, aufzustehen, wenn es hell ist.
Samstag, 30.10.2004
Der Pinguin als Virendoktor
Monika (DE) hatte eine Virusinfektion auf ihrem Computer, aber die Virenscanner unter Windows waren nicht in der Lage, sie zu beseitigen. Ich hatte in der c’t schon mal von einer Knoppix-basierten Rettungs-CD gelesen – Dieses c’t-Projekt war zwar nicht online verfügbar, aber dafür etwas ganz ähnliches: INSERT, das Inside SEcurity Rescue Toolkit, oder auch Knoppix + ClamAV in einem handlichen, 50 MB kleinen CD-Image.
Knoppix hat mich zwar schon mehrmals erstaunt, und das hier war keine Ausnahme. CD eingelegt, Linux gebootet, aktuelle Virendefinitionen geladen, Virenscanner gestartet (sogar mit leicht zu bedienendem graphischen Frontend), und ne halbe Stunde später waren wir den Virus los.
Ein gutes Zeichen?
Heute nacht habe ich tatsächlich im Traum Finnisch geredet. Nur einen Satz, in etwa so wie es in Wirklichkeit auch aussieht. Ich war mit Olli im Supermarkt und habe irgendwas aus dem Regal genommen. Er bot mir daraufhin eine Tragetasche an, ich hatte aber selber eine und sagte, “Sopii, kiitos.” – “Passt schon, danke.”
Donnerstag, 28.10.2004
Kannitverstan
Heute beim Mittagessen mit Pia haben wir ein Experiment durchgeführt: Sie hat finnisch gesprochen, und ich – mangels Fähigkeiten – englisch. Und, du liebe Güte: schon das blosse Zuhören ist echt harte Arbeit für mich, weil ich noch viel zu viel über die Sprache nachdenken und irgendwelche Regeln abarbeiten muss. Aber es ging besser, als ich erwartet habe, und ich habe meistens die groben Züge verstanden. Und das finde ich schon ziemlich gut. Außerdem hat es Spass gemacht, auch wenn es anstrengend war.
Irgendwie kamen wir dann auch auf die verschiedenen Höflichkeitsformen zu sprechen. Im Finnischen gibt es wie im Deutschen eine informale und formale Anrede (Du/Sie). Aber das Du ist hier, wie wohl auch in den übrigen skandinavischen Ländern, wesentlich gebräuchlicher – so sind beispielsweise die Studenten mit den Professoren grundsätzlich per Vorname und Du. Das ist ein richtiger kultureller Unterschied, dessen Bedeutung zwar nicht riesengroß ist, aber doch zu unangenehmen Überraschungen führen kann. Die Engländer haben es da leichter: dort gibt es nur das Du.
Das Ganze hat mir auch deutlich gemacht, wie es David gehen muss – sein Englisch ist leider ziemlich schlecht, aber ich und die meisten Kommilitonen denken kaum noch drüber nach, dass wir gerade Englisch reden1, und das daraus resultierende Tempo dürfte ihm das Verständnis nicht gerade erleichtern.
1 weil ich jetzt beim Finnischen merke, wie viel Gehirnanstrengung eigentlich mit Sprache verbunden ist, erstaunt es mich umso mehr, wie leicht mir eigentlich das Englische fällt. Es ist zwar immer noch eine gewisse Barierre, aber die ist verschwindend gering – ich habe sogar schon auf englisch geträumt…
Mittwoch, 27.10.2004
Sprachregelung
Es ist glücklicherweise so, dass einem gewisse Formenregeln irgendwann ins Unterbewußtsein übergehen – zum Beispiel habe ich in der Schule nach einer gewissen Zeit sogar angefangen, Stammformen lateinischer Wörter auf griechische Weise zu bilden, bis mir dann auffiel, dass das nicht wirklich funktionierte. Allerdings dauert das eine ganze Weile, und deshalb muss ich mir bis dahin die meisten Sachen “zu Fuß” zusammenbasteln:
Vokalveränderungen nach Plural-i
| a | unverändert im Konditional, fällt weg im Superlativ. ist bei zweisilbigen Wörtern der erste Vokal a, e, i → o ist bei zweisilbigen Wörtern der erste Vokal u, o: fällt weg |
|---|---|
| ä | fällt weg außer im Konditional |
| e | fällt weg |
| i | fällt weg beim Verb, → e beim Nomen |
| o,u,y,ö | unverändert |
| langer Vokal | wird kurz |
| Diphtong auf -i | i fällt weg |
| ie, uo, yö | erster Vokal fällt weg |
Samstag, 23.10.2004
Salibandy
Zu deutsch, Floorball. Das ist sozusagen Eishockey, nur ohne Eis, mit einem tennisballgroßen, hohlen Plastikball. Gespielt wird in Mannschaften à sechs, also Torwart plus fünf Feldspieler. Heute spielte in der Areena (wo auch das Nightwish-Konzert war) für die erste Bundesliga Joensuu gegen Tampere.
Zusammen mit Tommi, einem Informatik-Kommilitonen von mir, musste ich mitansehen, wie unser geliebtes Lokalteam JOSBA mit 4:10 vom Platz gefegt wurde. Ein eher ungewöhnliches Ereignis, denn eigentlich genießen sie einen recht guten Ruf.
Freitag, 22.10.2004
Server-Absturz
Nachtrag. Heute früh um etwa 5 Uhr ist Archon, der Server von ii-tech (d. h. Christoph, Matthias und mir) abgestürzt und ließ sich auch nicht wiederbeleben. Das bedeutet etwa 50 Leute waren ohne Email, und eine Handvoll nicht ganz unwichtiger Webseiten waren offline. Wir haben ihn dann mit einigem virtuellen Klebeband wieder notdürftig zusammengeflickt, und ich habe den ganzen Freitag und halben Samstag damit verbracht, einen Ersatz-Server einzurichten, sodass wir Samstag abend dorthin umziehen konnten.
Wir können von Glück sagen, dass wir vor zwei Monaten einen Ersatz-Server dazugemietet haben – eigentlich wollten wir demnächst geordnet und in aller Ruhe dahin umziehen, aber nun gut. Inzwischen sollte alles wieder einigermaßen im Lot sein.
Mittwoch, 20.10.2004
Birnenkuchen

Birnenkuchen.
Als Susi von nebenan meinte, ihre Eltern hätten ihr letzens ein paar Birnen mitgebracht, die verarbeitet werden müssten, dachte ich mir eigentlich nichts Böses dabei. Wir haben uns dann darauf geeinigt, einen Kuchen zu backen.
Als Susi gerade an der Tür klingelte und einen Riesenkorb Birnen unterm Arm hatte, kamen mir dann doch ein paar Zweifel. Aber egal, für unsere Zwecke Äpfel == Birnen, und ein lustiger Streuselkuchen wird gebacken. Und tatsächlich, die Birnen haben fast alle draufgepasst – es war doch ein bisschen mehr Ausschuss dabei als es aussah.
Nach der Sauna hat David (USA) mexikanisch angehauchte Tortillas gekocht, und zum Nachtisch haben wir uns über den Kuchen hergemacht. Mmmm. Alles sehr lecker.
Sonntag, 17.10.2004
Wenn … Hälfte … versteht
Heute morgen im Gottesdienst fühlte ich mich wie Antonio Banderas in Der 13. Krieger. Der Film ist grauenvoll schlecht, aber er hat diese eine sehr gute Sequenz, in der gezeigt wird, wie unser Held die ihm unbekannte Sprache seiner Kampfgefährten lernt: Zuerst hört man nur unverständliches Geplapper, aber nach und nach tauchen darin Wörter oder Phrasen auf, deren Bedeutung man kennt. Ganz allmählich sinkt die fremde Sprache ins Unterbewußtsein ab, und am Ende ist der Hühne nebenan am Lagerfeuer schwer überrascht, wenn sich der Held seine Beleidigungen nicht länger gefallen lässt und mit gleicher Münze – in gleicher Sprache – zurückzahlt.
Ganz so drastisch wird es bei mir hoffentlich nicht kommen, aber meine Erfahrung ist ähnlich: In dem Strom von fremden Silben blitzen mehr und mehr bekannte Wörter auf. Ich hoffe, dass sich das irgendwann tatsächlich zu einem brauchbaren Verständnis ausdehnt. Einstweilen mache ich dankbar vom Simultanübersetzungs-Angebot per Kopfhörer Gebrauch.
Eine andere Beobachtung: wenn manche Leute eine Fremdsprache sprechen, haben sie zum Teil eine ganz andere Stimme als in ihrer Muttersprache. Beispielsweise die Englisch-Stimme von Kirsi, unserer Pianistin, ist heller und höher als ihre Finnisch-Stimme. Und, wenig überraschend, ihre Finnisch-Stimme fühlt sich wesentlich “richtiger”, zu ihr passender, an.
Samstag, 16.10.2004
Kein Spass
Gestern nacht haben anscheinend irgendwelche Bewohner dieses Hauses wesentlich zu viel getrunken und anschließend bei etwa 20 Fahrrädern die Reifen aufgeschlitzt. Mein Rad ist glücklicherweise unversehrt geblieben, aber die meisten meiner Bekannten sitzen jetzt erstmal ziemlich auf dem Trockenen. Außerdem wurde eine Tür des Aufzugs demoliert. Die Täter sind wohl bekannt, die Polizei ist informiert und die Betroffenen können hoffentlich mit Schadensersatz rechnen.
Der unerfreuliche Anlass führte zu einem recht geselligen Tag, einige Leute versammelten sich in unserer Küche und ich habe die Mannschaft mit Pfannkuchen gefüttert. Später haben wir noch ein Video angeschaut, Rounders, ein zwar spannender aber insgesamt wenig bedeutender Film über Pokerspieler.
Freitag, 15.10.2004
Nebel

Länsikatu im Nebel.
Heute war ein richtig nebliger Herbsttag. Vermutlich weil es so kühl war (ca. null Grad), hat sich der Nebel auch den ganzen Tag nicht verzogen. Dadurch war Joensuu in eine teils gespenstische, aber teils auch recht gemütliche Atmosphäre getaucht.
Donnerstag, 14.10.2004
Und es gibt sie doch
Wie kommt es eigentlich, dass die allermeisten der richtig guten Professoren, die ich kennengelernt habe, theoretische Informatik lesen? Ist das irgendein Geheimbund? Heute hatte ich jedenfalls Gelegenheit, einen Gastvortrag von einem in Dänemark arbeitenden finnischen Professor zu besuchen, “Anatomy of a worst-case efficient priority queue”. Kurz gesagt, sowas wie ein Fibonacci-Heap, nur mit worst-case anstatt amortisierten (konstanten) Laufzeiten.
Und natürlich noch komplizierter. Aber egal, ich hatte einen Heidenspass, mir das anzuhören, und das meiste habe ich zu meiner Zufriedenheit auch verstanden. Das Beste aber war der feine Sinn für Humor und die gesamte Persönlichkeit der Vortragenden. Das habe ich sehr genossen. Es gibt sie, die guten Vorlesungen, und ich hoffe, es gibt ein paar mehr davon; ich könnte welche brauchen.
Tandem!
Heute habe ich mich mit einer weiteren finnischen Englisch-Studentin getroffen, die auf meinen “Suche Gesprächspartner”-Aushang reagiert hatte. Pia ist glücklicherweise wesentlich übersprudelnder als Katri, und wir haben uns glänzend unterhalten – auf englisch. Auf finnisch kriege ich immernoch keinen halben Satz heraus. Aber das kann ja noch werden.
Mittwoch, 13.10.2004
Bunte Bilder
Heute hatte ich endlich Gelegenheit, mir von David ein paar Photos zu kopieren, ganz besonders die vom Nightwish-Auftritt. Außerdem einige Bilder von Joensuu, aufgenommen am absolut goldensten Herbstag ever. Wer also wissen möchte, wie es hier aussieht, ab zur Camera.
Ansonsten ist heute Mittwoch, und das heißt Public Sauna day. Das Wohnheim hat nämlich, wie es sich für ordentliche finnische Häuser gehört, eine Sauna. In unserem Fall, direkt unter dem Dach, samt Balkon, auf dem man sich abkühlen und die Aussicht genießen kann. Nun gut, mit Aussicht ist jetzt nicht mehr viel, weil es dunkel ist. Aber zumindest im Prinzip. Eine sehr schöne Einrichtung, finde ich.
Sonntag, 10.10.2004
Kivi-Tag

Fahne vor meinem Fenster.
Um genau zu sein, Aleksis Kiven päivä: Heute ist Aleksis Kivis Geburtstag. Woraus man schließen kann: Auch dämliche Übungsaufgaben (“verbinde Feiertagsdatum mit -anlass, unterstreiche irgendwas und diskutiere mit deinem Nachbarn darüber”) sind mal zu etwas gut. Zum Beispiel heute morgen, als ich mich fragte, was denn bitte die Fahne da vor meinem Fenster zu suchen hat. Ungeklärt ist allerdings noch, wer sie da aufgehängt hat. Ob wohl die Wohnheimsfirma extra jemand beauftragt…?
Außerdem war heute die International Celebration. Wir haben ganz nett Musik gemacht, ansonsten war es allerdings todlangweilig. Erst hat der Moderator eine eigene Predigt gehalten, (dann haben wir gespielt), und dann hat der Prediger seine Predigt gehalten. Leider jeweils für mich ohne jeglichen Inhalt oder gar Nährwert. Unser Bassist, Makke, ist allerdings klasse. Er redet nicht viel1, aber er groovt dafür stets sehr humorvoll auf seinem Bass herum. Das macht mir richtig Spass. Leider verlässt er uns wohl demnächst, aus Zeitgründen oder so was. Sehr schade.
1 jeder, der jetzt “typisch finnisch” sagt, kriegt dicke Klischee-Minuspunkte!
Samstag, 09.10.2004
Fischers Fritz fischt frische Fische

Viele bunte Stände.
Just als ich heute morgen in einer Email fröhlich schreiben wollte, noch sei hier ja Herbst und nicht Winter, schaute ich aus dem Fenster und sah – Schneeregen! Ich traute meinen Augen kaum.
Gegen Mittag hat es sich aber aufgeklärt und wir hatten einen wundervollen, goldenen Herbstag. Das traf sich gut, denn heute war Fischmarkt in Joensuu. Das ist eine bunte Mischung von allem möglichem, natürlich Fischständen, verschiedensten anderen Essensangeboten, Handarbeiten und was weiß ich noch allem. Dazu noch das schöne Wetter, ein wirklich feiner Nachmittag.
Später haben wir dann noch für die International Celebration morgen geprobt, ich bin mal gespannt wie das wird.
Donnerstag, 07.10.2004
Die Welt spricht viele Sprachen
Mei, eine Chinesin aus der Gemeinde hatte einige Leute zu sich zum Essen eingeladen. Wir haben vorzüglich gespiesen und uns anschließend gut unterhalten. Zum Abschluss des Abends haben wir zusammen gebetet – jeder in seiner Sprache! Es war ein ziemlich beeindruckendes Gemisch aus koreanisch, englisch, deutsch und chinesisch. Aber Gott ist überall, und er spricht jede Sprache.
Garderobe
Da es hier zur Zeit ziemlich oft regnet, und ich doch einige Zeit auf dem Fahrrad verbringe, habe ich ausreichend Gelegenheit, nass zu werden. Daher habe ich es sehr zu schätzen gelernt, dass es an der Uni überall Garderoben gibt, wo ich die nassen Regenklamotten zum Trocknen hinhängen kann. Vor allem aber, dass es hier selbstverständlich ist, dass dort nichts wegkommt – einige Leute stellen sogar ihre Stiefel o. ä. dort ab und laufen in Hausschuhen durch die Uni!
Mittwoch, 06.10.2004
Umsteiger
Als ich das Computerlogbuch eingerichtet habe, habe ich mir einige Gedanken gemacht, welche Software ich dazu verwende. Ich bin dann ziemlich schnell beim Typ Blosxom gelandet, weil dort die Einträge schlicht Textdateien sind, und ich das am besten handhaben kann (und z. B. über FTP hochladen). Das Original-Blosxom ist in Perl geschrieben, damit kenne ich mich praktisch gar nicht aus, und zu der Zeit wollte ich sowieso gerne etwas mehr Python lernen. Also habe ich schlicht den Port PyBlosxom installiert.
Nicht mehr. Heute habe ich das Computerlogbuch auf das
Original-Blosxom umgestellt, weil mir PyBlosxom ziemlich auf die
Nerven ging. Die Symptome waren halb- bis ganz-kaputte RSS-Feeds und
vor allem das extrem nervige Datumsmanagement. Wenn man nicht die
dateieigene Aktualisierungszeit verwenden wollte (wofür ich mehrere
Gründe habe), war das beste Angebot ein Plugin, mit dem alle Dateien
name-yyyy-mm-dd-hh-mm heißen mussten.
Aber das waren nur die Symptome, das Hauptproblem war die praktisch nicht vorhandene Hackbarkeit von PyBlosxom. Nachdem ich jetzt das Perl-Originial installiert habe, wurde das nur um so deutlicher. Die Perl-Version ist kompakt, der Kern passt in eine einzige Datei, und die System-Architektur sowie die Plugin-Struktur sind einfach und klar. Im Gegensatz dazu ist die Python-Version ein riesig kompliziertes Ungetüm von Basisklassen und davon spezialisierten Standardklassen.
Hinzu kommt, dass das Original-Blosxom eine wesentlich größere
Nutzerbasis hat, und somit für praktisch alle Wünsche bereits
irgendjemand ein Plugin geschrieben hat. Und falls doch nicht, fiel es
mir relativ leicht, anhand von bestehenden Lösungen meine
Wunschfunktionalität zusammenzuschneidern. An der Oberfläche merkt man
davon nicht viel, außer der neuen (ordentlichen) Permalink-Struktur
/yyyy/mm/dd/name und der Suchbox, aber hinter den
Kulissen ist alles jetzt wesentlich aufgeräumter und angenehmer als
vorher. Nicht zu vergessen vernünftig hackbar, falls nötig.
Dienstag, 05.10.2004
Tandem?
Heute hatte ich per Email ein Treffen mit Katri verabredet, einer Deutsch- und Englischstudentin. Wir landeten in der gut besuchten Cafeteria natürlich prompt am selben Tisch, brauchten aber fast 10 Minuten, um das zu merken – mal ehrlich: “ich habe dunkles Haar und eine Brille”, das traf auf einige der Mädels dort zu.
Vom Finnisch-Standpunkt her war unser Gespräch mehr als ernüchternd; ich brachte kaum einen halben zusammenhängenden Satz heraus. Zugegeben, das Verstehen hat nach wie vor die erste Priorität für mich, aber trotzdem. Katri spricht recht gut deutsch, nicht wirklich flüssig, aber gut verständlich – und sie schien mich durchgehend zu verstehen. Leider ist sie eine sehr zurückhaltende Person, und da ich ja auch nicht gerade Mr. Extrovertiert bin, könnte es etwas schwierig werden, auf einen Nenner zu kommen. Wir werden sehen1.
1 Heda, im Finnischen gibt es kein Futur – was sagt man denn stattdessen?
Hamming-Distanz
Auch wenn mir die Finnen glaubhaft versichert haben, dass das für sie völlig verschiedene Wörter sind, mir fällt es trotzdem etwas schwer, sie auseinanderzuhalten:
tuuli – Wind
tuli – Feuer
tulli – Zoll
Montag, 04.10.2004
Ein langer Tag
Heute war ich von 10 bis 18 Uhr in der Uni. So lang ist das doch eigentlich gar nicht. Ich bin offenbar noch nicht so richtig aus den “Semesterferien” zurück. Wir haben unser Projekt für Data Mining (Supermarkt-Bonuskarten, Kundenprofile etc.) präsentiert – wofür wir allerdings das Poster gemacht haben, ist mir nicht ganz klar, weil wir alles per Beamer erledigt haben.
Samstag, 02.10.2004
…auch Schneebesen!
Heute fühlte ich mich irgendwie nach Kuchenbacken, und das habe ich mit einem feinen Apfelkuchen auch in die Tat umgesetzt. Und wo ich schon mal dabei war…
…habe ich meine Rezeptsammlung ins Web gestellt.
Freitag, 01.10.2004
Man nehme
- 4 Bögen A3 Papier (rot)
- einiges A4 Papier (weiß)
- Tesafilm
- Klebestift
- einen Drucker, der Aufträge tatsächlich ohne fehlende Buchstaben ausdruckt
Zuerst je zwei A3-Bögen längsseits mit Tesafilm aneinanderkleben, dann die enstandenen A2-Bögen ebenfalls zusammenfügen. Das Zielformat für die aufzuklebenden Bestandteile ist A5, also einfach1 die als A4 erstellten Dateien je zwei auf eine A4-Seite ausdrucken und dann in der Mitte zerschneiden. Mit dem Klebestift in der gewünschten Position auf den Hintergrund aufkleben. Fertig ist das Poster zur Projektpräsentation.
1 Das Schöne an Rezepten ist, dass sie einem nicht verraten, wie gewisse Schritte auszuführen sind. In unserem Fall war es dann in etwa der fünfte Drucker, der die gewünschten Bedingungen erfüllte…
Vorlesungen
Inzwischen haben hier die meisten Vorlesungen angefangen. Dadurch, dass hier Kurse oft nicht das ganze Semester über stattfinden, sondern eben mal 5 und mal 7 Wochen dauern können, ist auch das Anfangsdatum flexibler.
Ich besuche jetzt (in englischer Sprache) Data Mining, Advanced Pattern Recognition und Problem Solving (das beginnt erst nächste Woche). Dazu noch ein Seminar, bei dem es um digitale Inhalte auf Mobiltelefonen und im Fernsehen gehen soll. Oder so ähnlich. Das beginnt nämlich auch erst nächste Woche.
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